Wettbewerb

Was ist ein städtebaulicher Wettbewerb?
Bei einem städtebaulichen Wettbewerb erhält ein definierter Kreis von Architekturbüros einen im Vorfeld mit der Stadt und dem Bauherrn abgestimmten Auslobungstext inklusive der relevanten Informationen zum Planungsgebiet. Darauf basierend werden von den Architekten städtebauliche Entwürfe angefertigt und die Ergebnisse anschließend, nach einem Zwischenkolloquium, vor einem Preisgericht vorgestellt und durch dieses bewertet. Die Zusammensetzung des Preisgerichts ist klar definiert und besteht aus Vertretern der Stadt, der Politik, der Wissenschaft, des Bauherrn sowie fachlichen Experten.

Nach der Entscheidung des Preisgerichts hat der Bauherr die Pflicht, einen der ersten drei Sieger des Wettbewerbs für die Entwicklung des Bebauungplans zu beauftragen. Auf der Grundlage des ausgewählten Siegerentwurfs wird dann das Verfahren zur Baurechtschaffung gemäß BauGB durchgeführt.

 

Ergebnisse des städtebaulichen und landschaftsplanerischen Wettbewerbs

Hier finden Sie die Ergebnisse der ersten und zweiten Preisgerichtssitzung des städtebaulichen und landschaftsplanerischen Wettbewerbs für die drei Teilgebiete Ohlmüllerstraße, Regerstraße und Welfenstraße.

 

Zu jedem Entwurf finden Sie einen Lageplan und ein Modellfoto.

Finale Preisträger (Juni 2013)

Platz 1: Steidle Architekten

Steidle Architekten, München mit Atelier Auböck + Kárász, Wien

Die Arbeit schlägt eine Hoftypologie vor, die sich nach Südosten zu einem Grünraum am Auer Mühlbach hin öffnet. Der überwiegend sechsgeschossige Baustein fügt sich mit geschickt besetzten Staffelgeschossen in den umgebenden Stadtraum ein. Er besetzt die Grenze zur Falkenstraße und vermittelt geschickt in die neuen, gut profilierten Straßenräume im Nordwesten und Südwesten.

Der nordwestliche fünfgeschossige Bauteil nimmt auf die Bestandsgebäude im Norden Rücksicht. Im Südosten schafft ein ebenfalls gestaffelter achtgeschossiger Hochpunkt an der Hoföffnung zum Auer Mühlbach einen überzeugenden Abschluss des Grünraums zur Ohlmüllerstraße.

Auch die bestehenden Wegeverbindungen an der Ohlmüllerstraße und entlang des Auer Mühlbachs werden gut aufgegriffen und überzeugend in das neue Wegesystem, welches durch zwei neue Wege über den Mühlbach ergänzt wird und so die fußläufige Erschließung des Quartiers stärkt, mit einbezogen.

Die geforderte Einzelhandelsnutzung wird auf zwei Bausteine verteilt, die sich als eingeschossige „Schubladen“ entlang der Straße nach Norden und im Hof finden. Die Dächer dieser eingeschossigen Bauteile werden als nutzbare Dachgärten vorgeschlagen. Der Hofraum ist gut proportioniert und verspricht eine gute Aufenthaltsqualität. Er ist durch die Setzung des Hochpunktes und die sich ergebende Verengung angemessen vom öffentlichen Grünraum am Auer Mühlbach differenziert.

Die Wohnnutzungen werden von der Außenseite des Bausteins erschlossen und bilden so eindeutige Adressen. Gleichzeitig wird eine funktional gute Erschließung der Einzelhandelsnutzung im Norden ermöglicht. Allerdings können die dargestellten Fassaden nicht überzeugen und müssten spezifisch der Situation angepasst werden.

Als Standort für den Kindergarten wählt der Verfasser den Ort südlich des Mühlbachs. Hier wird ein Bestandsgebäude um unterschiedlich hohe Bauteile ergänzt. Es ist fraglich, ob die bestehende und vom Verfasser ergänzte Mauer zur Ohlmüllerstraße ausreichend Schallschutz für die Freifläche gewährleisten kann. Die Zufahrt von der Ohlmüllerstraße ist gut gewählt.
Energetisch verspricht der Entwurf durch die geschickt gewählte Öffnung nach Süden eine gute Belichtungssituation. Die Bebauung weist ein gutes A/V-Verhältnis auf.

Die großmaßstäbliche Blockstruktur definiert klar wahrnehmbare Grünräume, die einen ausreichenden Freiflächenanteil sowohl außerhalb als auch innerhalb der hofartigen Bebauung erwarten lassen.
Die Verschattungsstudie zeigt eine ausreichende Besonnung der Baustruktur. Die vorgeschlagenen Mustergrundrisse verfügen über eine klare Struktur mit einem hohen Fensterflächenanteil für alle fassadenangrenzenden Zimmer. Die Treppenhauserschließung ist im Bereich der Fassade angeordnet und kann über Tageslicht versorgt werden.

Die Tiefgarage wird direkt von der Falkenstraße erschlossen. Die umlaufenden Feuerwehranfahrten sind plausibel. Die Arbeit liegt bei der Flächeneffizienz im Durchschnitt, die gewählten Gebäudetiefen versprechen eine gute Umsetzbarkeit von gefördertem Wohnungsbau.

Das Preisgericht empfiehlt, den Entwurf von Steidle Architekten der weiteren städtebaulichen Planung zugrunde zu legen. Bei der Realisierung des Hochbaus soll ein weiteres Büro aus dem Kreis der Wettbewerbsteilnehmer beteiligt werden. Bei der weiteren Bearbeitung sollen die beiden zum Auer Mühlbach orientierten Hausenden eine dem Ort entsprechende, eigenständige Ausformulierung entwickeln.

Platz 2: Fink+Jocher Architekten und Stadtplaner

Fink+Jocher Architekten und Stadtplaner, München mit realgrün Landschaftsarchitekten, München

Die Überarbeitung reagiert mit allseitiger Einrückung des Baukörpers. Der nun kompaktere fünfgeschossige abgestaffelte Block belebt mit leicht abgewinkelter Fassade die Falkenstraße positiv. Die Setzung des Hochpunktes über der breiten Hoföffnung im Südosten ist zu hinterfragen, die daraus folgende Verschattung der Wohnungen und des Hofes wird kritisch bewertet.

Die Ausformung des Einzelhandels ergibt klare, gut nutzbare Hofgeometrien. Die Anlieferung ist nicht eindeutig definiert, durch die Überschneidung mit den Hauszuwegungen sind Probleme zu erwarten.

Der kompakte polygonale Baukörper ermöglicht allseitig eine gute Durchwegung des Quartiers und einen angemessenen Umgang mit der Paulaner Hauptverwaltung. Es entsteht für die Öffentlichkeit ein gut nutzbarer Aufenthaltsbereich am Auer Mühlbach und eine schlüssige Verbindung in Richtung Kronepark und der neu entstehenden Wohnquartiere. Die Situierung der KITA unmittelbar an der Ohlmüllerstraße wirft lärmtechnische Probleme auf. Der wichtige Raum zwischen Kita und Erlebniswelt erscheint zu eng für die notwendige Nutzung und lässt verkehrliche Probleme erwarten. Die Freiflächen der KITA werden unter dem Lärmaspekt kritisch bewertet und sind insgesamt zu gering dimensioniert. Insgesamt hat die Arbeit die Anregungen der Bürger in Bezug auf den Wohnblock und die Qualität des öffentlich nutzbaren Raumes gut umgesetzt.

Platz 3: Caruso St John Architects

Caruso St John Architects, London mit Vogt Landschaftsarchitekten, Zürich

Der Verfasser schlägt einen gestaffelten, sechsgeschossigen, geschlossenen polygonalen Wohnblock mit einem siebengeschossigen, konvexen Gebäudeteil zur Falkenstraße hin vor, der sich differenziert zu den verschiedenen Seiten in den Stadtraum zeigt. Im Süden, zum Auer Mühlbach hin, überragt ein zehngeschossiger Hochpunkt das Profil des Hofes deutlich. Diese Setzung erscheint zufällig. Die gewählten Profilierungen führen darüber hinaus zu sehr kritischen Situationen bei den Abstandsflächen zur Falkenstraße und zum Grundstück südlich des Auer Mühlbachs.

Das Innere des Hofes ist auf ganzer Fläche auf die Geschosshöhe des darunter geplanten Einzelhandels angehoben. Die Situierung der einseitig belichteten KITA im Osten des Blocks wird äußerst kritisch beurteilt.

Die umgebenden Grünräume sind gleichmäßig breit angelegt. Eine Differenzierung dieser Flächen untereinander, vor allem zur Grünfläche zu Füßen des Hochpunkts am Auer Mühlbach wird vermisst. Die vertiefte Planung des erhöhten Bauteils zur Falkenstraße hin verspricht besondere und weit ausdifferenzierte Grundrisslösungen. Der Entwurf liegt bei der Flächeneffizienz im oberen Bereich. Die ringförmige Bebauung weist ein gutes A/V-Verhältnis auf. Dies wird durch den turmartig aufgesetzten Baukörper im Süd-Osten des Grundstücks kaum beeinträchtigt.

Die großmaßstäbliche Blockstruktur definiert klar wahrnehmbare Grünräume, die einen ausreichenden Freiflächenanteil sowohl außerhalb als auch innerhalb der hofartigen Bebauung erwarten lassen.

Die Verschattungsstudie zeigt eine ausreichende Besonnung aller Baustrukturen auf. Allerdings verschattet der turmartige, dem Auer Mühlbach zugewandte Baukörper im Winterhalbjahr die gegenüberliegenden Fassaden im Innenhof.

Platz 1: Rapp + Rapp

Rapp + Rapp, Amsterdam mit Atelier Quadrat, Rotterdam

Die Verfasser gehen von der Grundannahme aus, dass dieses neue Stück Stadt sich aus einzelnen, individuellen Häusern zusammensetzt. Diese Häuser bilden aus sich oder im Zusammenspiel mit der umgebenden Bebauung polygonale Blöcke. Im Inneren dieser Blöcke werden private und halböffentliche Freiflächen angeboten. Die besondere Ausformung dieser Blöcke schafft im Inneren des Baufeldes einen kontinuierlichen, sich weitenden, begrünten Raum. So gelingt es, den größten Teil der Häuser dieses neuen Viertels unmittelbar an diesem stadttypologisch ungewöhnlichen Element, einer Mischung aus Park und Straßenraum teilhaben zu lassen. Die Zugänge zu diesem Grünraum liegen stadträumlich sinnvoll und bieten sich dem Umfeld an.
Die einzelnen Häuser werden direkt von diesem Raum aus erschlossen. Hierhin orientieren sich die Eingänge der Häuser. Aber auch die Loggien der Wohnungen im leicht erhöhten Erdgeschoß sind über kleine Treppen unmittelbar zugänglich, was sicher zu einer starken Aneignung des Parks durch seine Anwohner führen wird. Nicht das Grün selbst aber schließt an die Häuser an - es gibt keine Vorgärten - sondern es ist ein befestigter Weg, der unmittelbar in die städtischen Fassaden der Häuser übergeht. Diese städtischen Häuser mit klassischen Lochfassaden weist der Verfasser beispielhaft als lebendige Familie von Häusern nach. Allerdings wünscht er, dass die Häuser eigentlich von verschiedenen Architekten kommen sollen. Die malerische Höhenentwicklung der Häuser mit teilweise starken Höhensprüngen ist dem Verfasser wichtig. Ob diese tatsächlich so sein muss, wäre zu überprüfen.
Im Schwerpunkt des Gevierts umfassen die Blöcke einen zentralen Parkbereich, der im Süden von der Rückseite der Nockherberg-Gaststätte begrenzt ist. Die Weise, in der die Blöcke auf diese Nordfassade fokussieren, zwingt dazu, diese Rückseite neu zu gestalten. Die Verfasser schlagen eine hohe Arkade in Verbindung mit einem Bürgertreff an der Hochstraße vor, der stadträumlich den Übergang in den Park angemessen und schön markiert.
Interessant ist der Vorschlag, wie die historischen Herbergshäuser eingebunden werden in das System der polygonalen Räume. Der Verfasser schlägt vor, die Rückseite der Herbergshäuser durch eine Mauer zusammenzufassen und durch einen Kindergarten auch maßstäblich einzubinden. Dieser Vorschlag wird auch von den Vertretern der Denkmalpflege als ein möglicher Ansatz gesehen, mit diesen wichtigen Zeitzeugen umzugehen. Allerdings wirkt bei diesem Wohnhof, der die Herbergshäuser miteinbezieht, die urbane Topographie durch stark differierende Höhenentwicklung überzogen. Die Spreizung von drei auf bis zu neun Vollgeschosse führt sowohl zu einer starken Verschattung der Herbergshäuser als auch zu einer nachteiligen Verunklärung der ruhigen Hangkante von der unteren Au aus. Eine Beruhigung und Höhenreduzierung ist erforderlich, jedoch offensichtlich ohne Beeinträchtigung des Gesamtkonzeptes möglich.
Die differenzierte Höhenstaffelung der vorgeschlagenen Baustruktur wirkt sich zu Ungunsten des A/V-Verhältnisses aus. Die starke Differenzierung und Höhenstaffelung der Dachlandschaft ermöglicht jedoch eine gute Nutzbarkeit der Dachflächen.
Durch die insgesamt kompakte Bauweise werden klar wahrnehmbare Grünräume gebildet, die einen ausreichenden Freiflächenanteil sowohl außerhalb als auch innerhalb der hofartigen Bebauung erwarten lassen.
Die Verschattungsstudie lässt eine angemessene Versorgung mit Tageslicht erwarten. Lediglich im Bereich der Hofbebauung in der Nähe der Herbergshäuser ist eine stark eingeschränkte Besonnung während der Wintermonate zu erwarten (KiTa). Die Möglichkeiten einer Passiv- bzw. Tageslichtnutzung sind hier unzureichend.
Die Arbeit ist ein wichtiger Beitrag zur Lösung dieser städtebaulichen Aufgabe, der allerdings höchste Ansprüche an eine spätere Umsetzung stellt.
Das Preisgericht empfiehlt, den Entwurf von Rapp + Rapp der weiteren städtebaulichen Planung zugrunde zu legen. Bei der Realisierung des Hochbaus sollen weitere Büros aus dem Kreis der Wettbewerbsteilnehmer beteiligt werden. Bei der weiteren Bearbeitung soll - unter Beachtung der Hinweise zur Verschattung - die Höhenentwicklung einheitlicher werden. Die Bespielbarkeit der Grünflächen soll einer künftigen, für die Allgemeinheit nutzbaren öffentlichen Grünfläche angemessen sein.

Platz 3: Caruso St John Architects

Caruso St John Architects, London mit Vogt Landschaftsarchitekten, Zürich

Der Entwurf sieht eine Großstruktur aus zwei geschlossenen Blocks an der Reger- und einem halboffenen Block an der Hochstraße vor. Die in der ersten Phase siebengeschossigen Gebäudekörper wurden nach der Überarbeitung auf sechs Geschosse (V+I) reduziert. Die Innenhöfe der Blocks sind tieferliegend und lassen im Innern eine Siebengeschossigkeit entstehen. Vier achtgeschossige und zwei zehngeschossige Hochpunkte akzentuieren die Blocks an der Reger- und Hochstraße. In den überhöhten Erdgeschosszonen ist eine Einzelhandelsnutzung an der Regerstraße vorgesehen. Die beiden geschlossenen Blocks erhalten entlang der Regerstraße ein langes Tiefgaragenband, das mittig am Parkzugang erschlossen wird. Die beiden großen Blocks versprechen mit den großen Innenhöfen großzügig belichtete Wohnungen. Der Nachweis der Grundrisse, der nun erfolgt ist, bestätigt dies. Um der Größe der Blocks zu begegnen, schlagen die Architekten vor, abschnittsweise unterschiedliche Fassaden zu formulieren. So wird die Wandlänge der Blocks feingliedriger und rhythmisiert.
Der halboffene U-förmige Block an der Hochstraße wird an die Herbergshäuser angebaut. Hier wurde der Hinweis der Jury auf Unmaßstäblichkeit nicht berücksichtigt. Dieser Ansatz wird erneut sehr kontrovers diskutiert. Den Herbergshäusern wird nun der Hofbereich der Neubebauung relativ unvermittelt gegenüber gestellt. Der Jury erscheint der Maßstab der Anbauten völlig überdimensioniert und städtebaulich unverträglich. Auch der zehngeschossige Hochpunkt an der Isar-Hangkante wird von der Jury als Merkzeichen gewürdigt, aber an dieser Stelle dennoch sehr kritisch gesehen.
Die jeweils um einen Hof angeordneten Baukörper weisen ein gutes A/V-Verhältnis auf. Aufgesetzte Staffelgeschosse sowie mehrere aufgesetzte Baukörper beeinträchtigen die Kompaktheit kaum.
Die großmaßstäbliche Blockstruktur definiert klar wahrnehmbare Grünräume, die einen ausreichenden Freiflächenanteil sowohl außerhalb als auch innerhalb der hofartigen Bebauung erwarten lassen. Die Verschattungsstudie zeigt eine ausreichende Besonnung aller Baustrukturen.
Der mittig gelegene große quadratische Park/Square bildet nach wie vor das Zentrum des neuen Quartiers. Die Anregungen der Jury zum Park wurden aufgenommen und so ist nun die dem Lärm an der Regerstraße ausgesetzte Seite durch einen eingeschossigen, verglasten Arkadengang geschützt und formuliert damit eine besondere Eingangsgeste. Hier sind auch ein Quartierstreff und die Tiefgaragenzufahrt. Das Gesamtkonzept aus der ersten Phase bleibt beibehalten. Es formuliert mit den Blocks eindeutige private Freiräume nach Innen die klar den Bewohnern zugeordnet sind. Es entsteht eine klare Trennung zum großen, öffentlichen Park. Der über 16.000 qm große Quartierspark verspricht in der angebotenen Gestaltung eine hohe Aufenthaltsqualität. Er ist zum größten Teil von Unterbauung freigehalten, was einen größeren Gestaltungsspielraum in einer nachhaltigen Bepflanzung zulässt. Die angebotene Durchwegung verspricht eine gute Vernetzung im Quartier, vor allem zum Entwurf der gegenüberliegenden Welfenstraße, der als Auftakt mit einem kleinen Platz mit metropolitaner Atmosphäre, so die Verfasser, antwortet. Insgesamt beeindruckt der Entwurf auch in der 2.Phase durch seine große Klarheit und Großzügigkeit.

Platz 3: Fink+Jocher Architekten und Stadtplaner

Fink+Jocher Architekten und Stadtplaner, München mit realgrün Landschaftsarchitekten, München

Im Bereich Regerstraße schaffen die Verfasser einen großzügigen öffentlichen Park, der sich von der Regerstraße bis zur Isarkante erstreckt. Im Norden entstehen drei Blöcke, die von einem kleinen Quartiersplatz erschlossen werden, im Süden des Parks befindet sich ein großzügiger Block. Durch diese fünfgeschossige Bebauung mit abgestaffelten Dachgeschossen passt sich die Bebauung maßstäblich in die Umgebung ein und schafft angenehme Innenhöfe und Wohnquartiere.
Auch nach langer Diskussion wurden die einzelnen architektonischen Ausformungen des Städtebaus, wie den Parkeingang flankierenden Turmbauten oder auch die Dachaufbauten, kritisch gesehen. Die Eingangssituation an der Regerstraße mit ihrer monumentalen Geste scheint im Widerspruch zu stehen zu den spielerisch unregelmäßigen, aber kräftigen Dachaufbauten und der zu eichen Parkkante gegenüber der Brauerei.
Hinzu kommt, dass durch den nördlichen Turm der anschließende Innenhof komplett verschattet wird und die beiden zehngeschossigen Hochhäuser unwirtschaftlich in der Errichtung wären.
Sehr positiv wurde die intensive Auseinandersetzung mit der Kritik der Bürger am Park betrachtet. Hier wurde ein gut nachvollziehbares Konzept entwickelt, das für jede Alters- und Nutzergruppe Bereiche im Park nachweist und diesen gliedert. Auch die großstädtische Situation an der Regerstraße überzeugt in ihrer Urbanität als Caféstandort.
Die Stärken der Arbeit liegen deutlich im Grundriss und dem daraus resultierenden großzügigen öffentlichen Park.
Die Baustrukturen weisen ein gutes A/V-Verhältnis auf. Aufgesetzte Staffelgeschosse sowie mehrere aufgesetzte Baukörper beeinträchtigen die Kompaktheit kaum.
Die Verschattungsstudie zeigt oberhalb der unteren beiden Sockelgeschosse eine ausreichende Besonnung aller Baustrukturen.
Bereiche mit geringen Gebäudeabständen, wie dem Block im Nord-Westen und im Ostbereich entlang der Regerstraße, zeigen allerdings für die Wintermonate eine deutliche Verschattung der unteren beiden Geschosse. Dies gilt auch für die im Nord-West-Bereich liegende Kita, die im Winter kaum direktes Sonnenlicht erhält

Platz 3: Marcel Meili, Markus Peter

Marcel Meili, Markus Peter, München mit Jürgen Huber, Freising

Das Konzept der „Tanzenden Höfe“ schlägt für das Gebiet an der Regerstraße unterschiedlich geformte und zueinander versetzte Höfe vor, die in ihrer Körnung nahezu selbstverständlich an die benachbarte Bebauung anknüpfen. Im passenden Maßstab wird der Straßenraum an der Regerstraße gefasst.
Die Idee einer Reihung von Blockstrukturen und Permeabilität erzeugt einen spielerischen Übergang der Räume ins Innere des Quartiers, in dem sich eine fließende Abfolge von teils räumlich knappen, ambitioniert und unterschiedlich gestalteten, mosaikartig angeordneten, grünen Hofräumen entwickeln soll.
Der zentrale, winkelförmig ausgebildete Quartierspark mit seinen beiden Plätzen an der Hoch-und Regerstraße ermöglicht mit einer differenzierten Gestaltung vielfältige Nutzungsmöglichkeiten und stellt gute Verbindungen zu den benachbarten Quartieren her.
In der vorliegenden Überarbeitungsfassung bleiben die ursprünglichen Grundstrukturen des Entwurfs im Wesentlichen unverändert. Die mit Hochpunkten im Innenbereich akzentuierte Höhenstaffelung der Baukörper mit fünf und teilweise sieben bzw. acht Geschossen wurde an einigen Gebäuden leicht reduziert. Dies gilt insbesondere für die Bebauung an den Herbergshäusern und für die Bebauung an der Hangkante.
Insgesamt stellt der Entwurf eine eigenständige und im Grundsatz sympathische Lösung dar, die sich in besonderer Weise mit der Idee von individuellen und maßstäblichen Wohnsituationen auseinandergesetzt hat.
Aber hier begründen sich auch einige Kernprobleme des Entwurfs: Durch den hohen Grundflächenverbrauch der kleinteiligen aber dafür flächenintensiven Bebauung ergibt sich eine sehr hohe GRZ. Die vorgeschlagene Fahrerschließung sowie die Ver- und Entsorgung der Gesamtbebauung über eine einzige, alle Wohnblöcke und Höfe unterbauende Tiefgarage mit zwei Zufahrten zur Regerstraße weckt Zweifel an deren Praktikabilität. Die Anforderungen an die Funktionalität des erforderlichen erdgeschossigen Erschließungsrings sowie die Sachzwänge für nötige Rettungswege und Feuerwehr-Aufstellflächen stehen im Konflikt mit den ambitionierten Zielen einer durchgrünten, abwechslungsreichen Hof- und Freiflächengestaltung.
Es bleiben Zweifel, ob - wenn zu den Kritikpunkten am Entwurf geeignete Planungslösungen gefunden sind - der ursprüngliche Entwurfsgedanke weiter gewahrt werden kann.

Platz 1: Caruso St John Architects

Caruso St John Architects, London mit Vogt Landschaftsarchitekten, Zürich

Der Entwurf folgt mit seiner geschlossenen Blockrandbebauung dem Perimeter des Entwurfsgebietes. Er ist mit seiner gebogenen Fassadenführung, die dem Straßenraum folgt, eine Reminiszenz auf den malerischen Städtebau Theodor Fischers. Nach Empfehlung des Preisgerichts wurde die Siebengeschossigkeit in der Überarbeitung auf V+I reduziert. Der dadurch fehlende Wohnraum wurde in zwei achtgeschossigen und einem zehngeschossigen Hochpunkt kompensiert. Die abschnittsweise unterschiedlich gestalteten Fassaden wirken auf den Gesamtkorpus rhythmisierend und formulieren damit die Anmutung von Einzelgebäuden.
Die ringförmige Bebauung weist ein gutes A/V-Verhältnis auf. Die turmartigen Aufsätze beeinträchtigen die Kompaktheit nur unwesentlich.
Die großmaßstäbliche Blockstruktur definiert einen klar wahrnehmbaren Grünraum, der einen ausreichenden Freiflächenanteil innerhalb der hofartigen Bebauung aufweist.
Die Verschattungsstudie zeigt eine ausreichende Besonnung aller Baustrukturen. Die nach wie vor innenliegende Erschließung der Blockrandbebauung erhöht den Versiegelungsgrad und reduziert den Anteil der Grünfläche. Dies wird als ungünstig beurteilt.
Der ruhige große Hofraum verspricht differenzierte Aufenthaltsflächen für die Bewohner. Das Nebeneinander von Erschließung und Grünraum wird von Teilen der Jury kritisch gesehen. Auch die Erschließung der Kindergartenfreifläche erscheint nicht konfliktfrei. Der an der Südseite des Blockrandes verlaufenden Fuß- und Radweg ist in einen linearen Garten eigebettet. Der Rad und Fußweg endet an der Ecke Reger-, Welfenstraße, wo ein kleiner Platz mit metropolitaner Atmosphäre, so die Verfasser, zum gegenüberliegenden Wohngebiet und der Trambahnhaltestelle gut dimensioniert reagiert.
Das Preisgericht empfiehlt, den Entwurf von Caruso St. John architects der weiteren städtebaulichen Planung zugrunde zu legen. Es beschließt einstimmig folgende Empfehlungen: Bei der Realisierung des Hochbaus sollen weitere Büros aus dem Kreis der Wettbewerbsteilnehmer beteiligt werden. Bei der weiteren Bearbeitung sollte der Hochpunkt an der Ecke Welfenstraße / Senftlstraße entfallen. Eine Erschließung nach außen vom Straßenraum der Welfenstraße soll angestrebt werden. Der Kopfbau als Akzentuierung soll erhalten bleiben, muss jedoch in der Höhe reduziert werden.

Platz 2: Fink+Jocher Architekten und Stadtplaner

Fink+Jocher Architekten und Stadtplaner, München mit realgrün Landschaftsarchitekten, München

An der Welfenstraße schaffen die Verfasser einen großzügigen Block, indem sie den Straßenverlauf nachzeichnen, die Verlängerung der Senftlstraße berücksichtigen und an der Bahn die bereits vorhandene öffentliche Grünfläche mit ihrer Wegebeziehung fortsetzen.
Der gut proportionierte fünfgeschossige Block mit abgestaffelten Dachaufbauten generiert einen sehr angenehmen Innenhof, der an dieser von Bahn und Straßenlärm beeinträchtigten Stelle sehr gute Wohnverhältnisse schafft.
Auch die Kindertageseinrichtung ist schlüssig an der Senftlstraße im Block integriert und schiebt sich als zweigeschossiger Bau in den Hof hinein.
Die Verschattungsstudie zeigt eine ausreichende Besonnung aller Baustrukturen auf. Lediglich die im Ostbereich des Innenhofs gelegene KiTa weist in den Wintermonaten eine unzureichende Besonnung auf.
Zur Differenzierung der Einzelhäuser sind die Gebäude entlang der Biegung der Welfenstraße gestaffelt und zur Akzentuierung des Rhythmus besitzt jedes Haus einen eigenen Dachaufbau. Durch diese architektonische Ausformulierung werden die Maßstäblichkeit der Gliederung und der Rhythmus des genossenschaftlichen Blocks aus den zwanziger Jahren mit seinen Kaminen auf dem Dach aufgenommen. Dabei wird die für Theodor Fischer typische leicht gebogene Krümmung der Welfenstraße betont und es entsteht ein sehr schöner Straßenraum für München.
Nicht ganz nachvollziehbar war bei der rigiden Symmetrie, das die Dachaufbauten an der Bahn dann ein Stockwerk höher wurden.
Kontrovers wurde der Abschluss des Blocks an der Kreuzung Welfenstraße, Regerstraße mit einem Turm von zehn Stockwerken diskutiert. Die Form des Baukörpers lässt sich nur aus der Geometrie des Blocks erklären, damit soll ein dominanter in den Stadtraum eindringender Auftritt geschaffen werden. Im Straßenraum steht der Turm unvermittelt da, er nimmt keine Baulinien auf und so entstehen ungeklärte Bereiche. Dies wird von Teilen der Jury jedoch auch als eine klare Aussage interpretiert, hier bewusst keinen Platz zu schaffen.
Grundsätzlich liegt die architektonisch Betonung durch eine Überhöhung hier an der richtigen Stelle. Problematisch wurde allerdings die Wirtschaftlichkeit eines zehngeschossigen Hochhauses auf dieser kleinen Grundfläche beurteilt. 

Platz 3: Peter Ebner and friends

Peter Ebner and friends, Wien mit mahl-gebhard-konzepte, München 

Der Entwurf zeigt einen Blockrand über das ganze Grundstück mit einem durchgehenden Hof. Das Gebäude ist mittels Knicken und einer kantigen Geometrie als Großform ausgebildet. Diese Lesart wird durch den kontinuierlich ansteigenden Dachverlauf unterstützt. Im Hof bewirken die Knicke je nach Standort eine unterschiedliche Wahrnehmung des Raumverlaufs, um den Eindruck von Offenheit und Weite zu vermitteln. Dabei verengen dieselben Knicke aber die Dimension des Hofraums und damit die Fläche des inneren Grüns.
Auf der Außenseite des Blocks - und damit städtebaulich relevant - bilden die Knicke sich ausweitende Zonen, die im Süden recht stimmig einen Grünraum eröffnen. Im Norden bewirkt der Knick eine Weitung des Straßenraumes. Diese Maßnahme wird kontrovers diskutiert in ihrer städtebaulichen Wirkung, aber auch bezüglich Aufenthaltsqualität in diesem Bereich.
Die Verschattungsstudie zeigt eine ausreichende Besonnung der vorgeschlagenen Bebauung. Lediglich im keilförmigen Bereich an der Westseite ist ein hohes Maß an Eigenverschattung festzustellen.
Zur Regerstraße hin zeigt das Gebäude keinerlei spezifische Reaktion, was innerhalb der Reihe der Projekte, die sonst fast alle mit Türmen reagieren, als Qualität der Normalität wahrgenommen werden kann.
Die vorgeschlagene Strategie der Umsetzung mit einzelnen Häusern mit verschiedenen Fassadenmustern kann aufgrund der schematischen Darstellung kaum verifiziert werden. Sie scheint aber sehr widersprüchlich zur Grundidee der klaren, gespannten Großform, die auf eine durchgehende, die Knicke betonende Fassade angewiesen wäre.
Auch bleibt unklar, wie diese einzelnen Häuser mit der Idee des schrägen Daches passen könnten.

 

 

Preisgruppen (März 2013)

Caruso St John Architects

Caruso St John Architects mit Vogt Landschaftsarchitekten  

     
Der Entwurf sieht an der Ohlmüllerstraße einen großen, durchgängig 7-geschossigen, polygonalen Block vor, dessen begrünter Innenhof um ein Geschoss angehoben ist. Im EG befindet sich, von der Falkenstraße her erschlossen, der Supermarkt. Die Wohnungen werden von außen erschlossen. Die TG Zufahrt erfolgt von der Falkenstraße seitlich im Norden des Pentagramms. Eckwohnungen an der Falkenstraße sind lediglich zur Straße orientiert. Das kompakte Bauwerk reagiert in seiner Morphologie auf die angrenzenden Bebauungen und lässt sich nur durch eine Stauchung des Baukörpers mit dem ausgewählten Entwurf des Paulaner-Verwaltungsbaus kombinieren. Die 7-Geschossigkeit ist im Quartier gegebenenfalls problematisch.

EM2N Architekten

EM2N Architekten mit Schweingruber Zulauf Landschaftsarchitekten    


Ein fünfeckiger Wohnhof umfasst den Block. Am Auer Mühlbach weicht der Block vom Ufer zurück und öffnet sich zum Wasser. Hier sollen eine Uferpromenade und eine neue Brücke als Verbindung zum Fahrradweg entstehen. Das ehemalige Silo soll in ähnlicher Kubatur in Erinnerung an die Brauerei als Wohnturm wiedererstehen. Diese Idee wird kontrovers diskutiert. Besonders vom Aussichtspunkt „Stadtbalkon“ an der Hochstraße beschränkt der Turm den Blick auf die Stadt. Andererseits zeigt die Arbeit, dass sich durch den Hochpunkt die restliche Bebauung volumenmäßig sehr harmonisch gegenüber der Nachbarschaft einfügt und großzügige, gute Freiflächen schafft.

Fink+Jocher Architekten

Fink+Jocher Architekten und Stadtplaner mit realgrün Landschaftsarchitekten

Ein polygonaler Block füllt zusammen mit dem Hofgebäude der neuen Hauptverwaltung von Paulaner den Perimeter. Seine Kanten stellen sich mit verschiedenen Traufhöhen differenziert zum Stadtraum. Der Baustein schafft einen geschützten Hof, der durch die südlich am Block verlaufende neue Wegebeziehung vom Auer Mühlbach zur Falkenstraße nicht gestört wird.

Der Block wird umlaufend von außen erschlossen. Zur Falkenstraße hin zeigt sich die Setzung 5-geschossig und nimmt die Höhen der umgebenden straßenständigen Gebäude auf. Von dieser Straße aus ist auch der Einzelhandel orientiert, dessen Volumen den Hof in zwei Ebenen teilt. Auf dem Dach des Einzelhandels schlägt der Verfasser Freispielflächen für die Kindertagestätte im OG vor.

Steidle Architekten

Steidle Architekten mit Atelier Auböck + Kárász   

 
An der Ohlmüllerstraße bietet das Konzept den wohlbekannten Typus des städtischen aufgebrochenen Wohnblocks. Hier kann diese Wohntypologie überzeugen.

Der 6-geschossige Wohnhof öffnet sich gut zum Auer Mühlbach in einen ruhigen und idyllischen Grünraum mit schöner Aussicht nach Süden. Der 8-geschossige Kopfbau markiert die Ecke im Grünen und gleichzeitig bietet er natürlich in dieser ruhigen Situation beste Wohnbedingungen. Der in seiner Plastizität mit der Rückstaffelung plausibel erscheinende Block lässt Licht und Luft in den Innenhof und diese Besonderheit stellt sicher für alle Bewohner einen willkommenen Gewinn dar.

Der Einzelhandel ist im Erdgeschoss des Wohnblocks gut an der Falkenstraße untergebracht und kann an dieser Stelle im Quartier erfolgsversprechend auftreten.

Caruso St John Architects

Caruso St John Architects mit Vogt Landschaftsarchitekten


Der Entwurf sieht zwei geschlossene, große Blocks an der Reger- und einen halboffenen Block an der Hochstraße vor. Mittig ist ein großer quadratischer Park/Square vorgesehen, der sich mit einer Seite komplett zur Regerstraße hin öffnet. Die Bebauung ist durchgehend siebengeschossig und verzichtet auf Hochpunkte. Die tieferliegenden Höfe lassen im Innern eine Achtgeschossigkeit entstehen. Das Konzept formuliert mit den Blocks eindeutige private Freiräume nach Innen, an welchen die Bewohner partizipieren. Dadurch entsteht auch eine klare Trennung und Unterscheidung zum großen, öffentlichen Park.

Der halboffene Block an der Hochstraße wird an die Herbergshäuser angebaut und setzt diese in einen U-förmigen Baukörper fort. Der Jury erscheint dieses Anbauen als unmaßstäblich und für den Ort überdimensioniert. Auch die Lage der westlichen Wohnungen dieses Gebäudeverlaufs ist gegenüber dem Nockherberggebäude in seine Lage wenig attraktiv.

Die beiden großen Blocks versprechen mit den großen Innenhöfen großzügig belichtete Wohnungen. Allerdings fungieren die größtenteils umlaufenden Balkon- bzw. Loggiastrukturen als horizontaler, außenliegender Sonnenschutz und mindern die solaren Erträge in den Wohneinheiten. Dies wird für diese Nutzform eher kritisch gewertet.

Die 7-Geschossigkeit wird in der Nachbarschaft zur Bestandsbebauung im Osten problematisch gesehen.

Die Tiefgaragenzufahrt zur Anbindung der Großgarage ist im weiteren Verlauf der Bearbeitung in den Kreuzungsbereich der Welfenstraße zu verlegen. Eine mögliche bauliche Dichte im direkten Umfeld der künftigen Straßenbahnhaltestelle wird bei dieser Arbeit nicht voll ausgeschöpft.

Der große Quartierspark verspricht in der angebotenen Gestaltung eine hohe Aufenthaltsqualität, die jedoch durch die Verlärmung an der offenen Flanke der Regerstraße stark beeinträchtigt wird. Die angebotene Durchwegung verspricht eine gute Vernetzung im Quartier auch zur gegenüberliegenden Welfenstraße.

Insgesamt beeindruckt der Entwurf durch seine Klarheit und Großzügigkeit.

EM2N Architekten

EM2N Architekten mit Schweingruber Zulauf Landschaftsarchitekten


Die Arbeit verfolgt eine Strategie der Weiterentwicklung vorhandener Strukturen. Sie gliedert sich entlang der Regerstraße in drei typologische Elemente.

Typologie 1: Nachindustrielles Kreativquartier. Die Gaststätte Nockherberg wird an zwei Seiten umbaut und es werden so die abweisenden Außenflächen aktiviert. Strikt rechtwinklig ist zwischen der Gaststätte und der Regerstraße ein Quartier eingefügt, das großenteils mit Maisonetten und Ateliers bebaut ist. An der Nordseite der Gaststätte sind in langer Reihung zweigeschossige Ateliers mit Nord-Ost-Orientierung vorgeschlagen. Den westlichen Abschluss dieser Stange bildet ein elegant proportionierter, achtgeschossiger Wohnturm, der aus der Achse der Ohlmüllerstraße angenehm wahrnehmbar ist.

Typologie 2: Städtischer Block. Das Feld zwischen Regerstraße und Hochstraße mit ihrer charakteristischen Herbergsbebauung wird durch eine Straße geteilt, die zwar nicht jetzt, aber in Zukunft eine sinnvolle Verbindung zwischen Hochstraße und Regerstraße herstellen könnte. Diese Straße erschließt eine nördlich gelegene Blockrandbebauung, die den Anschluss an das benachbarte Wohnquartier maßstäblich richtig anlegt; die Abstände der einzelnen Gebäude in diesem Bereich lassen jedoch eine starke gegenseitige Verschattung erwarten. Im Süden dieser Straße dann das zentrale bauliche Element: ein siebengeschossiger, großformatiger Wohnblock. Dieser Block hat zwei besondere bauliche Merkmale: längs der Hangleite bleibt er zweigeschossig, nach Süden umfängt er mit großzügigem Schwung den Freiraum des Parks.


Typologie 3: Städtischer Park. Dieser schafft eine großzügige Freiraumverbindung zwischen der Isar-Hangkante und dem neuen Grünzug entlang der Eisenbahn. Die Verfasser sehen diesen Park aber nicht von der Durchwegung geprägt: Durch eine rund um den Park laufende geschlossene Baumreihe sind die Erschließungswege der neuen Wohnungen von der ruhigen Erholungsfläche des Parks getrennt. Die Eigenständigkeit des Parks wird so auf einfache Weise hervorgehoben: Er ist für alle, nicht nur für die unmittelbaren Anwohner da.


Durch die kompakte Bauweise werden klar wahrnehmbare Grünräume gebildet, die einen ausreichenden Freiflächenanteil sowohl außerhalb als auch innerhalb der hofartigen Bebauung erwarten lassen. Dies wird positiv gesehen.


Im großen Block werden die Nord- und Südspangen zum Innenhof hin kammartig erweitert, was unzureichende Belichtungs- und Belüftungsmöglichkeiten vermuten lässt. Eine mögliche bauliche Dichte im direkten Umfeld der künftigen Straßenbahnhaltestelle wird bei dieser Arbeit nicht voll ausgeschöpft.


Der Eindruck von Luftigkeit, der den Entwurf begleitet, ist auch der Tatsache geschuldet, dass die Arbeit die geringste Geschossfläche aller Arbeiten anbietet. Manche der nachgewiesenen Wohnformen, besonders beim großen Block, scheinen stark dem Zwang zur Flächenoptimierung innerhalb der sehr großzügigen Gesamthaltung des Entwurfs geschuldet.

Fink+Jocher Architekten

Fink+Jocher Architekten und Stadtplaner mit realgrün Landschaftsarchitekten


Die Arbeit schlägt einen neuen, leicht abgesenkten Park vor, der sich von der Regerstraße bis an die Kante des Isarhochufers erstreckt und die Idee des Bellevue erweitert und den Stadtraum der oberen Au unmittelbar mit dem inneren Stadtraum Münchens verbindet.


Die Verfasser schlagen eine „Fortschreibung der vorhandenen stadträumlichen Identität“ vor. Dabei wird die benachbarte, für das Quartier typische Typologie der Wohnhöfe mit privaten Innenhöfen aufgegriffen. Mit diesen überwiegend 5- bis 7-geschossigen, in der Höhe gestaffelten Bausteinen gelingt es den Verfassern, an das nördlich benachbarte Gefüge anzuschließen und dieses zu arrondieren. Zugleich begrenzen zwei weitere dieser Wohnhöfe den neu geschaffenen Park im Norden. Die Wohnhöfe staffeln sich dabei je nach Situation auf bis zu 4 Geschosse.

An der Seite des Parks, die der Regerstraße zugewandt ist, schaffen die Verfasser durch die Setzung zweier 12-geschossiger Hochpunkte eine in den Stadtraum wirkende räumliche Figur. Diese wird durch den dritten Hochpunkt, jenseits der Regerstraße, am Ende der Welfenstraße verstärkt.


Die Blöcke werden von außen erschlossen. Die erhöht liegenden Innenhöfe bleiben den privaten Freiflächen vorbehalten. Im Süden des Parks, östlich der Großgaststätte Nockherberg, bildet ein weiterer städtischer Block die Grenze des neuen Parks.
Dabei schafft die Arbeit nicht nur eine ost-westlich verlaufende Verbindung, sondern bietet auch eine neue nord-südliche Durchwegung an, die den neuen kleineren Quartiersplatz an der Regerstraße mit dem großzügigen Park verbindet. Durch die kompakte Bauweise werden klar wahrnehmbare Grünräume gebildet, die einen ausreichenden Freiflächenanteil sowohl außerhalb als auch innerhalb der hofartigen Bebauung erwarten lassen. Dies wird positiv gesehen.


Die hofartige Bebauung entlang der Regerstraße weist im nördlichen Bereich zwei relativ nah zueinander angeordnete, jeweils 8-geschossige Wohntürme auf, was zu einer gewissen gegenseitigen Verschattung in den Morgen- und Abendstunden führen dürfte. Dies wird kritisch gesehen.


Eine mögliche bauliche Dichte im direkten Umfeld der künftigen Straßenbahnhaltestelle wird bei dieser Arbeit nicht voll ausgeschöpft.
Die räumliche Ausformulierung des Endes des Parks am Isarhochufer durch die Herbergshäuser kann ebenfalls nicht überzeugen. Auch die südliche Fassung des Grünraums durch die Wand der Gaststätte wurde kritisch gesehen.

Marcel Meili, Markus Peter

Marcel Meili, Markus Peter mit Jürgen Huber


Das Konzept der "Tanzenden Höfe" schlägt für das Gebiet an der Regerstraße unterschiedlich geformte und versetzte Höfe vor, die in ihrer Körnung ganz selbstverständlich an die benachbarte Bebauung anknüpfen. Im passenden Maßstab wird der Straßenraum an der Regerstraße gefasst. Die Höhenstaffelung mit fünf bis teilweise sieben Geschossen mit wenigen achtgeschossigen Akzenten sowie die Zugänge zum Park und den Höfen erzeugen einen gut gegliederten Straßenrand. Die Höfe haben einen innerstädtischen Zuschnitt, sie werden kleinteiliger und offener nach Westen in Richtung Hangkante und finden somit einen adäquaten Übergang zur Bebauung an der Hochstraße.


Die Wohnsituation im Inneren ist sicherlich geeignet, überschaubare Nachbarschaften zu ermöglichen, Belichtung und Besonnung allerdings sind vor allem in den unteren Geschossen und in den Innenecken deutlich eingeschränkt. Die aufgebrochenen Blockstrukturen weisen Fassadenstirnseiten auf, die hinsichtlich der Verschattung und der Abstandsflächen kritisch sein könnten und noch genauer betrachtet werden sollten. Die Grundrisse sind nur zum Teil nachgewiesen.


Durch die vorgeschlagene Durchwegung werden differenziert wahrnehmbare Grünräume gebildet, die einen ausreichenden Freiflächenanteil sowohl außerhalb als auch innerhalb der Gesamtbebauung erwarten lassen. Dies wird positiv gesehen. Die mosaikartigen privaten Freiräume werden ergänzt durch großzügige, gut nutzbare Dachterrassen.


Die Bebauung parallel zum Bestand im Westen mit ihrem achtgeschossigen Hochpunkt an der Hangkante markiert eindeutig den Eingang zum Quartierspark, ohne die denkmalgeschützte Bebauung an der Hochstraße zu beeinträchtigen. Auf Grund ihrer exklusiven, prominenten Lage und ihrer Wirkung auf den Quartierspark wird diese Wohnbebauung kontrovers diskutiert. Der Quartierspark mit den beiden Plätzen an der Hoch- und Regerstraße verspricht mit seiner differenzierten Gestaltung vielfältige Nutzungsmöglichkeiten und stellt die Anschlüsse zu der Umgebung her. Dem Lärmschutz an der Regerstraße wird mit einem gut proportionierten kleineren Platz Rechnung getragen. Gleichzeitig scheint eine angemessene Zonierung zu den privaten Flächen der angrenzenden Wohnbauten möglich zu sein.


Insgesamt stellt der Entwurf eine eigenständige Lösung dar, der sich intensiv mit dem Ort an der Regerstraße auseinandergesetzt hat und individuelle Wohnsituationen in den Vordergrund stellt.

Rapp + Rapp

Rapp + Rapp mit Atelier Quadrat


Die Setzung der polygonalen Blöcke ergibt spannungsvolle Raumabfolgen. Die schmalen/verengten Torsituationen an der Regerstraße als Auftakt zu dem sich aufspannenden Park schirmen die öffentliche Grünfläche gegen Lärmeintrag ab. Die entstehenden öffentlichen Räume mit ihren Aufweitungen und Verengungen geben dem Gebiet eine besondere Charakteristik, es entsteht ein eigenständiges Stadtquartier.


Durch die kompakte Bauweise werden klar wahrnehmbare Grünräume gebildet, die einen ausreichenden Freiflächenanteil sowohl außerhalb als auch innerhalb der hofartigen Bebauung erwarten lassen. Dies wird positiv gesehen.
Die öffentlichen Grünflächen sind dabei allerdings teilweise so schmal geworden, dass ihre Leistungsfähigkeit als Quartierspark fraglich bleibt, insbesondere im Hinblick auf die konfliktfreie Situierung der Spielflächen. Die dem Park zugewandten Blockränder dienen alle der Erschließung und Adressbildung, wie auch der Feuerwehrumfahrt. Es entsteht hier schnell der Eindruck, dass es sich bei dem Park um privaten Freiraum handelt. Die Blockinnenflächen hingegen sind großzügig ausgeprägt, hier entsteht ein gewisses Missverhältnis zum öffentlichen Raum.


Die ringförmige Bebauung ist in der Höhe zurückgestaffelt, was sich positiv auf die Verschattung hinsichtlich der Nachbarbebauung auswirkt. Die Höhenstaffelung der Einzelgebäude innerhalb der Blöcke von 4 bis 10, bzw. 5 bis 9 Geschossen erscheint allerdings überzogen und ist in ihrer unruhigen Abwicklung ein schwieriger Rahmen für den öffentlichen Freiraum. Die Anbindung an die Herbergshäuser wird als unverträglich bewertet. Das Element der Kolonnaden, die vom Belvedere ins Quartier führen und die Brandwand rahmen, endet in einer Art Ehrenhof für den Kamin - eine recht dramatische Geste. Das Element wird als Arkaden um die Erdgeschosszone der Wohnblöcke gelegt. Sie schafft zwar Distanz zu den Erschließungsflächen, verschattet aber gleichzeitig die Wohnräume.
Die Tiefgaragenzufahrt zur Anbindung der Großgarage ist im weiteren Verlauf der Bearbeitung in den Kreuzungsbereich der Welfenstraße zu verlegen.


Die 3-geschossige Hauszeile in unmittelbarer Nachbarschaft zum Biergarten wird als Konfliktpunkt gesehen. Hier sollte in der weiteren Bearbeitung genauer die Aufteilung aufgezeigt werden. Die stadträumlichen Qualitäten der Arbeit werden gewürdigt, die Höhenstaffelung der Gebäude bedürfte jedoch einer deutlichen Beruhigung.

Caruso St John Architects

Caruso St John Architects mit Vogt Landschaftsarchitekten


Der Entwurf sieht eine geschlossene Blockrandbebauung mit einer durchgehenden 7-Geschossigkeit vor, die vom Innenraum her erschlossen wird. Im Innern des Blockrandes ist die Hofebene abgesenkt und ein zusätzliches Erdgeschoss eingefügt, welches nach außen hin als Souterrain in Erscheinung tritt, so dass sich dort eine 8-Geschossigkeit ergibt. Die Jury sieht die Geschosshöhen im Kontext zum umliegenden Bestand als problematisch. Der großzügige, nicht unterteilte Innenhof bietet Spiel- und Aufenthaltsflächen und wird von der Jury positiv beurteilt, allerdings zeigt sich die im Innenhof liegende TG-Zufahrt als eher nachteilig. An der Kreuzung Welfen/Regerstraße wird der Blockrand zurückgesetzt, so dass ein kleiner Platzraum entsteht, der mit dem großzügigen Parkangebot der Entwerfer an der Regerstraße korrespondiert. Dieses Angebot für den öffentlichen Raum erscheint gut proportioniert und formuliert für den an der Südseite des Blockrandes verlaufenden Fuß- und Radweg einen sinnvollen stadträumlichen Übergang zum Quartier an der Regerstraße.

EM2N Architekten

EM2N Architekten mit Schweingruber Zulauf Landschaftsarchitekten


Die Arbeit ist geprägt von der Entscheidung der Verfasser, den vom B-Plan vorgesehenen großen Block in zwei selbständige Baublöcke aufzulösen. Die Zäsur zwischen den Blöcken hat Vor- und Nachteile: Sie gliedert die Baumasse und erhält für die benachbarte Bebauung ein Blickfenster nach Süden, lässt allerdings auch den Bahnlärm weiter nach Norden dringen.


Durch die Loslösung der Entwurfsaufgabe von den Vorgaben des B-Plans können sich die Blöcke in symmetrischer Idealform entwickeln. Der westliche Block trifft als durchgehend siebengeschossiger Keil auf die Regerstraße. Er verzichtet bewusst auf eine Eckbetonung und auf ein räumlich definiertes Vorfeld, um den Block so präsent als möglich nach vorne zu bringen. Die Lust an der perfekten Geometrie führt im Bereich der spitzen Ecke zu Wohnungsgrundrissen, deren Vermarktbarkeit anzuzweifeln ist. Auch sind hier teilweise starke Probleme mit der Verschattung gegeben. Die Höhenentwicklung an der Welfenstraße ist aus dem Gesamtprojekt heraus nachvollziehbar, scheint aber gegenüber der nördlichen Bebauung problematisch.


Dagegen fügt sich der östliche, rechteckige Block mit sechs Vollgeschossen gut ein. Die Grundrisse sind gut durchgearbeitet, besonders die Wohnungen im östlichen Block reagieren vorbildlich auf Süd-Nord bzw. Ost-West-Orientierung und zeigen Lösungsansätze zum Thema Schallschutz an der Bahn. Allerdings haben die Eckwohnungen an der Bahn keinen lärmabgewandten Aufenthaltsraum.

Fink+Jocher Architekten

Fink+Jocher Architekten und Stadtplaner mit realgrün Landschaftsarchitekten


Ein langgestreckter städtischer Block, der sich entlang der Welfenstraße zu einzelnen Häusern facettiert, bildet mit der 5-geschossigen Traufhöhe, die sich zurückgesetzt auf 6 Geschosse erhöht, die straßenräumliche Entsprechung des gegenüber liegenden Genossenschaftsblocks. Der Baustein fügt sich in seiner Dimension gut in die umgebende Stadtstruktur ein.


Die Länge des Fassade an der Welfenstraße, die trotz der Differenzierung durch die Kantungen der Einzelhäuser entsteht, wird kontrovers diskutiert.
An der Regerstraße stellt sich der Stadtbaustein mit einem 12-geschossigen Hochpunkt zu einem Quartiersplatz und wirkt räumlich in den neuen Park an der Regerstraße hinein. Ein im Inneren des Hofes eingefügter 3-geschossiger Querbau, der die Kita aufnimmt, teilt den Hof in zwei Teilräume.


Entlang der Welfenstraße wird Gewerbenutzung vorgeschlagen. Die Häuser werden umlaufend von außen erschlossen. Im Süden des Blocks, zur Bahn hin, schlagen die Verfasser eine Vorgartenzone vor. Die Tiefgaragenzufahrt wird im Nordosten, zur Welfenstraße, im Durchgang zur Nachbarbebauung vorgeschlagen.


Die Überschreitung der Baugrenze des Bebauungsplanes von 1995 um 5 Meter nach Norden in den Straßenraum der Welfenstraße wird kritisch bewertet, kann jedoch durch eine Parallelverschiebung nach Süden teilweise gelöst werden.

Florian Nagler

Florian Nagler mit ver.de Landschaftsarchitektur


Der Verfasser schreibt hier die Stadt in Anlehnung an die jüngste Bebauung der Welfenstraße in Form einer Verflechtung von 3 Blockrändern konsequent und maßstabsgetreu fort. Die daraus entstehenden, verspringenden Gebäudekanten an der Welfenstraße und entlang des südlichen Blockrandes gliedern den Straßenraum auf angenehme Weise. Bei geplanten 15 m Wandhöhe und somit 5 Vollgeschossen wirkt auch der zunächst beengt scheinende östliche Innenhof sowie die Gebäudehöhe zum Genossenschaftsbau hin gut verträglich.


Als markanten Abschluss des Blocks wird ein Hochpunkt gewählt, eine für den Standort klare Markierung mit entsprechender Fernwirkung. Die geschickt gewählte Geometrie des Ensembles erlaubt auch an einer schwierig zu bewältigenden Innenecke des Blockrandes eine gewisse Großzügigkeit.

Peter Ebner

Peter Ebner and friends mit mahl-gebhard-konzepte


Durch Verschwenkung der Baukante an der Welfenstraße nach Süden und der Baukante an der Bahn nach Norden ergeben sich partielle Aufweitungen des Straßenraumes Welfenstraße und der schmalen Grünfläche zur Bahn. Diese Aufweitungen werden vom Preisgericht als interessante Varianten beurteilt.


Der Wohnblock an der Welfenstraße ist allerdings nach Südosten geöffnet, und so dem Lärmeintrag von Bahn und verlängerter Senftlstraße ausgesetzt. Dies mindert die Wohnqualität im Block.